Regionale
Kochrezepte
Auch Ihr persönliches Lieblingsrezept könnte hier
stehen!



Rezept Nr. 1

 "Homburger
Brezeln"

 Originalrezept
aus dem Jahre 1874.
Quelle:
Allgemeines Deutsches Kochbuch
für
alle Stände. Herausgeber:
Sophie
Wilhelmine Scheibler.
(Scheibler'sches
Kochbuch)
Verlag:
C. F. Amelang's. Erschienen:
Leipzig, 1874.


"1220. Homburger Brezeln. 1 1/2 Pfd Mehl, 3/4 Pfd. (37 1/2 NLth.)
Butter, 2 ganze Eier, 4 Eidotter, eine Prise Salz, ein wenig Zucker, ab=
geriebene Citronenschale, 4 Loth (knapp 7 NLth.) Hefen und etwa 3/16 Quart
(3/16 Liter) Milch. - Von dem dritten Theile des Mehles, den Hefen
und der nöthigen Milch macht man ein Hefenstück und läßt es aufgehen.
Die übrigen Zuthaten werden auf dem Tische zusammengeknetet, mit dem
aufgegangenen Hefenstück vermischt und mit der Hand recht blasig geschlagen.
Der Teig darf nicht zu weich sein, damit man ihn mit Hilfe von Mehl zu
kleinen, gut fingerlangen Brezeln formen kann, welche man auf ein Blech
legt, an einem warmen Ofen aufgehen läßt, mit Ei bestreicht und in guter
Ofenhitze zu schöner Farbe bäckt. Nach dem Erkalten bestreut man die
Brezeln mit Zucker."

 Anmerkung:
1 Pfd. entspricht 500 Gramm und 1 Nlth. (Neuloth), 10 Gramm.



Rezept Nr. 2

 "Renates
Bauernkäsekuchen"

 Quelle:
Landgasthaus
Dibeliushof Zweibrücken

Mürbeteig:
125 g. Butter, 125 g. Zucker, 1 Ei, 300 g. Mehl, 1 Päckchen Vanillezucker,
1 Schnapsglas Rum (Teig geht besser auf).
Aus den Zutaten einen klassischen Mürbeteig kneten. Belag ist sehr flüssig,
deshalb auf gute Ausbildung Boden > Rand achten!

Belag:
500 g. Magerquark, 250 g. Sahnequark (40%), 125 g. Zucker, 1 ganzes Ei,
2 Eigelb (Eiweiß aufheben für Guss), 1/2 Liter Milch, 1 Tasse Sahne
(entspricht
Becher), 1 Beutel Sahnepuddingpulver.
Alles gut verrühren und auf dem Boden der Springform verteilen.
Masse ist sehr flüssig!

1 Stunde bei 140° backen (Heißluft).

Guß:
2 Eiweiß mit 1 Prise Salz, 2 Esslöffel Zucker sehr steif schlagen und
(nach der oben angegebenen Backzeit) auf dem Kuchen vorsichtig verteilen.
Etwa 1 weitere Stunde bei 130° bis 140° fertig backen. Darauf achten, dass
der Kuchen nicht zu dunkel wird, er sollte hellbraun, aber durchgebacken
sein.

Unbedingt in der Form erkalten lassen, sonst Gefahr von Trümmerbruch!

 Guten
Appetit!


 
Rezept Nr. 3

 "Kartoffelsuppe"
(Rezept für 4 Personen)

 Quelle:
Landgasthaus
Dibeliushof Zweibrücken

Zutaten:
1 Schalotte, 300 g. Kartoffeln (mehlig kochend), 2 EL Butter, 50 g. Speck-
schwarte, 750 ml Rinderbrühe, Salz, Pfeffer, 1 Prise Muskat, 1 Prise
Majoran,
60 g. Sellerie, 60 g. Karotten, 60 g. Petersilienwurzel, 60 g. Lauch,
80 g. geräucherter Speck, 1/2 Bund Schnittlauch, 100 ml Sahne
2 EL Crème fraîche.

Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Kartoffeln schälen und grob
würfeln.
Schalotte in einem Topf mit Butter und der Speckschwarte anschwitzen.
Die Kartoffeln dazugeben, mit der Brühe auffüllen und weich kochen. Mit
Salz,
Pfeffer, Muskat und Majoran würzen.
Sellerie, Karotte, Petersilienwurzel schälen und in feine Würfel schneiden.
Lauch waschen und fein würfeln. Die Gemüsewürfel in Salzwasser blanchieren
und abtropfen lassen.
Den Speck in dünne Streifen schneiden und in einer Pfanne kross ausbraten.
Das Fett abschütten und den Speck auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Schnittlauch waschen, trocknen und fein schneiden.
Wenn die Kartoffeln weich sind, die Sahne zugeben und die Suppe mit einem
Stabmixer pürieren. Nochmals abschmecken.
Gemüsewürfel zur Suppe geben und noch eine Minute kochen lassen.
Die Suppe in tiefen Tellern anrichten. Je ein Löffel Crème fraîche obenauf
geben und mit Speckstreifen garnieren. Mit dem Schnittlauch bestreuen.

 Anmerkung:
Näheres zum Dibeliushof: Im Stadtführer bei den Pensionen.







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© 2005-2009 Gerd
Sutter, Bonn
|

Fotografie einer Abbildung
aus: "Allgemeines Deutsches
Kochbuch für alle Stände".
Herausgeber: Sophie
Wilhelmine Scheibler.
Verlag: C.F. Amelang's
Erschienen: Leipzig, 1874. |